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Wer Klimaschutz will muss Kernkraft fordern!

Bild vom Kernkraftwerk Unterweser (Landkreis Wesermarsch)

Wer an die Klimakatastrophe aufgrund von Kohnendioxid glaubt, muss alle Optionen der CO2-Vermeidung diskutieren. Mit dem beschlossenen Atomausstieg findet eine solche Debatte bei uns aber nicht statt. Zumindest noch nicht. Sie wird aber zwangsläufig kommen. Einen ersten Anfang wagt Prof.Dr. Reinhard Wolf vom Institut für Politkwissenschaftan an der Geothe-Unviversität Frankfurt mit einem großen Gastbeitrag auf Faz.net: „Energiewende Deutschland, gutes Klimaland?“

Als einer der Ersten wagt Professor Wolf öffentlich die Vor- und Nachteile der Kernkraft gegenüber den Gefahren eines Klimawandels abzuwägen. Auf Basis diverser Statistiken kommt er zu dem Schluss, dass die Kernkraft weit weniger Menschenleben kostet als die Stromerzeugung aus Kohle. Ein Abschalten unserer letzeten Kernreaktoren sei abzulehnen, wenn stattdessen mehr Kohle verstromt würde. Dieser Erkenntnis kann ich nur zustimmen!

Inwiefern man den von Professor Wolf herangezogenen Studien glauben schenken will, ist hier erst mal irrelevant. Relevant ist, dass diese Studien insbesondere von denen kommen, die sich für den Klimaschutz stark machen. Denn die Anhänger der Theorie der drohenden Klimakatastorphe haben ein eigenes Interesse, die Gefahren des Klimawandels möglichst groß zu beschreiben, um so die Klimaschutzpolitik voran zu bringen. Allerdings erschaffen sie damit selbst genau die Studien, die am Ende die Gefahren der Kernkraft zwangsläufig immer weiter relativieren. Wer als Klimaschützer ernst genommen werden will, hat am Ende keine andere Wahl, als sich für die Kernkraft stark zu machen, weil sie die beste Option für die Abwehr des drohenden Klimawandels ist.

Wer davon ausgeht, dass Kohlendioxid unser Klima gefährdet und gewaltigen Schaden für die Welt bedeutet, kann sich dieser Abwägung nicht weiter entziehen und die effektivste Technologie zur Veringerung unserer Kohlendioxid-Emissionen einfach weiter ignorieren. Nicht umsonst spricht sich auch der Erfinder der sogenannten Hockeystick-Kurve, Michael Mann, für die Nutzung der Atomkraft aus. Denn die Atomkraft ermöglicht uns viel schnellere, und unvergleichlich günstigere Reduktion der CO2-Emissionen, als die verfügbaren regenerativen Energiequellen. Daher muss sie Option für all die sein, die es ernst mit dem Klimaschutz meinen. Mit der Zeit wird sich also die Erkenntis heraus bilden, dass sich jeder, wer sich der Kernkraft verweigert, als Klimaschützer unglaubwürdig macht.

Der Klimaschützer steckt in einem Dilemma, dass er zwischen zwei Optionen wählen muss: je gefähricher er uns den Klimawandel verkauft, desto akzeptabler erscheinen die Restrisiken der Kernkraft. So ist das Besteigen eines Flugzeugs unvergleichlich risikoreicher, als Atomstrom zu nutzen. Wenn wir dieses Risiko in Kauf nehmen, warum sollten wir dann das im Vergleich winzige Strahlenrisiko des Atomstroms nicht akzeptieren, wenn wir dadurch eine globale Katastrophe verhindern können? Gibt es womöglich doch noch den Ausstieg aus dem Ausstieg der Kernkraft?

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