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Friday-for-Future: Schluss mit kostenlosem Internet und Rezo-Videos!

Noch nirgends konnte ich lesen oder hören, dass die freitags auf die Straßen gehenden Klima-rettenden-Kinder das Energie-fressende Internet eindämmen wollten. Dabei könnten sie damit unglaublich viel ohne großen Aufwand erreichen. Die Internet-Kids gehören nämlich vermutlich selbst bereits zu den größten Klimaschädlingen (um es mit deren Sprache auszudrücken).

Wie viel Energie das Internet kostet, ist zwar nicht ganz einfach zu berechnen. Dass sein Energieverbrauch inzwischen gigantisch ist und vor allem rasant weiter steigt, dürfte aber unbestritten sein. So soll es etwa 2 bis 2,5-mal soviel Energie fressen wie der gesamte Flugverkehr. Andere meinen, dass das weltweite Internet bereits bis zum 4-Fachen des deutschen Energieverbrauchs ausmacht, was bedeuten würde, dass das Sparen beim Internet 4-mal wirkungsvoller wäre, als jede andere, nationale Maßnahme. Zumal man mit dem Internet-Verzicht den Energieverbrauch sogar weltweit reduziert, da das Internet und dessen Server über die ganze Welt verteilt sind und jede wegfallende Abfrage die Internet-Server weltweit etwas entlastet.

Womit wir beim Punkt wären: um den Energieverbrauch des Internets zu reduzieren, braucht man lediglich auf etwas Internet-Konsum verzichten. Je weniger Daten man aus dem Internet zieht, desto mehr CO2 wird eingespart. Und wie erreicht man das? Ganz einfach: die Kosten für das Internet müssen sich wieder nach der abgerufenen Datenmenge richten, damit der Nutzer für den verursachten Energieverbrauch des Internets – und damit seine CO2-Emission – bezahlt. So wie zu den Anfangszeiten des Internets. Anders wird kein wirksamer Internet-Verzicht erreicht.

Was genau zur Ideologie der Grünen passt: verbieten und Bürger erziehen! Das geht beim Internet effektiver als sonst irgendwo: einfach klimaschädliche Internet-Flatrates verbieten und die Berechnung der Internet-Kosten nach Datenkonsum vorschreiben! So einfach lassen sich die Internet-Kids zu Klimarettern umerziehen. Und nebenbei würde jede Internet-Sucht im Keim erstickt. Bingo, was wollt ihr mehr? Wirksamer kann man die Welt nicht retten? Und schneller kann man nicht damit anfangen. Nur der Internet-Verzicht bringt weltweite CO2-Reduktionen, ohne dass andere Länder sich beteiligen.

So ist nämlich das Daten-intensive Video-Streamen der reinste Klimakiller. Wie viel CO2 hat eigentlich Rezo mit seinem Video verursacht? Hört jetzt Rezo mit seinen Internet-Videos auf, weil er ja für den Klimaschutz ist? Oder interessiert ihn das Klima doch nicht und er macht einfach weiter? Egal, das Schauen seiner Videos wird dann sowieso so teuer, dass sie keiner mehr klickt. Youtube war mit Klimaschutz dann gestern und Kino-Gehen kann wieder kommen. Und Rezo hat endlich Zeit, sich aktiv mit Politik und den ganzen Zusammenhängen zum Klima zu befassen.

Nochmals an alle Klimaretter: eine wirksamere Klimaschutz-Maßnahme, als das Internet nach Datenkonsum zu berechnen, gibt es nicht. Zudem lässt sie sich sofort und ohne großen Verzicht umsetzen. Aber bisher kein Wort von Euch jungen Klimaschützern dazu? Sollte ich vielleicht heute mit einem entsprechenden Plakat auf der Friday-for-Future-Demo aufkreuzen, um Nachhilfe zu geben?

Quellen:

Internet verbraucht bis zu 4-mal so viel Energie wie Deutschland:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/musikstreaming-studie-ueber-co2-ausstoss-schmutziger-als.2177.de.html?dram:article_id=446523

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