«

»

Die Energiewende und die Kernenergie

Die Energiewende verfolgt eigentlich zwei Ziele. Einerseits will man aus der Kernenergie aussteigen. Und gleichzeitig soll sie die Kohlendioxid-Emissionen reduzieren. Die Atomkraft ist aber die effizienteste CO2-freie Energie. Ihre Abschaltung läuft daher gegen das zweite Ziel der Energiewende, den sogenannten Klimaschutz. Hieraus ergibt sich ein Zielkonflikt, über den bisher in der Öffentlichkeit kaum geredet wird.

Sieht man im Ausstieg aus der Kernenergie das übergeordnete Ziel der Energiewende, schließt man dadurch die effektivste CO2-freie Energiequelle aus. So sieht die Energiewende in den regenerativen Energiequellen bisher den alleinigen Königsweg zur Reduktion der CO2-Emissionen.

Es ist aber geplant, dass Deutschland bis 2022 alle Kernreaktoren still legt. In 2014 lieferten unsere Atomkraftwerke aber noch fast 16% des Stroms, was sogar etwas mehr war, als alle Wind- und Solarkraftwerke zusammen erzeugten. Davon abgesehen können die unsteten Energien (Wind und Sonne) keine Grundlast liefern. Es wird wohl darin enden, dass die Stromproduktion aus Kohle in den nächsten acht Jahren nicht ab- sondern zunehmen wird. Die CO2-Emissionen würden dann ansteigen statt fallen. Eine andere Alternative dürfte bis dahin nicht vorhanden sein – es sei denn, man glaubt an Wunder.

Oder Deutschland steigt doch wieder aus dem Ausstieg aus der Kernkraft aus? Diese Option mag womöglich in ein paar Jahren auf den Tisch kommen, falls sich eine Neubewertung der Strahlengefahr durchsetzen sollte. Interessantes über die Strahlengefahr liefert jedenfalls der Fyler von Nuklearia.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.