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Atomkraft erfreut sich an der Klimahysterie

Es sei mal angenommen, Kohlendioxid würde das Klima bedrohlich erwärmen und die Gesellschaft will den Weg der radikalten Senkung des Ausstosses von Kohlendioxid tatsächlich weiter so gehen, wie es beispielsweise in der EU diskutiert wird. Dann dürfte bald die Erkenntnis kommen, dass ein alleiniger Ausbau von Wind- und Solaranlagen in Europa uns hier nicht mehr weit bringen wird. Elektroautos würden nur zusätzlichen Strombedarf erzeugen und bestenfalls nur den Verbrauch von Öl durch ein Verbrennen von Gas und Kohle ersetzen.

Auf jeden Fall braucht es internationale, einheitliche Regelungen, die den Kohlendioxid-Ausstoss teuer machen oder gar bestrafen, wollte man effektiv und effizient eine Decarbonisierung erzwingen. Das Mittel der Wahl würde wohl eine durchgängige Besteuerung von CO2-Eintrag in die Atomspähre, also eine durchgängige Überwachung und Besteuerung aller Prozesse, die Kohendioxid frei setzen. Beispielsweise mit Kohlendioxid-Zertifikanten. Je schneller der Ausstoß von Kohlendioxid reduziert werden soll, desto teurer muss man die Zertifikate machen. Infolge steigen die Kosten für fossile Brennstoffe. Aber genauso wird dann der Strom immer häufiger immer teurer, weil Wind- und Sonne nur sporadisch verfübar sind. Bezahlbar speicherbar wird der volatile Wind- und Sonnenstrom letztlich nur über seine Verwandlung in Gas oder synthetische Treibstoffe. Dies beginnt sich mit steigenden Energiepreisen zu lohnen. Zudem können solche „CO2-frei“-erzeugten Kraftstoffe überall auf der Welt erzeugt werden, wo es reichlich Sonnenschein und Wind gibt. Dadurch könnte sich rein theoretisch eine funktionierende, regenerative Energieerzeugung aufbauen lassen.

Besonders interessant wird hier aber eine Energiequelle werden, von der die Klimaretter bisher wenig hören wollen, obwohl sie völlig frei von Kohlendioxid ist: die Kernkraft. Mit ihr lassen sich langfristig unbegrenzte Mengen an „CO2-freien“ Energieträgern erzeugen. Da sich Gas und Öl sowieso gut transportiern lassen, was liegt da näher, als irgendwo auf der Welt billige Atomkraftwerke aufzubauen um den neuen „CO2-freien“ Energiebedarf der Welt zu decken? Je teurer die CO2-Emmision wird, desto lukrativer wird die Kernkraft werden, deren Strom entweder über lange Stromleitungen auf der Welt verteilt oder in Form von Gas oder Kraftstoffen verteilt wird.

Die Klimahysterie wird zu einer Renaissance der Kernkraft führen. Bei uns wird man sich damit zwar erst mal nicht auseinander setzen wollen. Wir werden einfach den „saubern“ Strom importieren, zumindest anfangs, solange das Thema Kernkraft hier noch tabu bleibt. Mit dem Bau neuer Reaktoren auf der Welt wird sich die Debatte dann aber beginnen zu verändern: entweder es setzt sich die Kernkraft wieder durch, zumal die neuen Reaktoren sicher sind und mittelfristig auch keinen radioaktiven „Müll“ mehr hinterlassen.

Die Kernkraft-Industrie darf jedenfalls hoffen und wird verständlicherweise ein Interesse entwickeln, dass der Klimahype so schnell nicht erlischt. Allerdings sind die meisten Klimaretter gleichzeitig auch Kernkraft-Hasser und geraten so in einen Zielkonflikt, der dazu führen könnte, dass die ganze Geschichte um die drohende Klimakatastrophe aufgrund steigender Kohlendioxid-Konzentration in der Luft sich doch mit der Zeit wieder in Luft auflöst. Am Ende siegt womöglich doch die Vernunft.

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